Ausblick in
die zukünftigen Möglichkeiten der
Atemwegs- und
Emphysemtherapie
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Die
derzeitigen Forschungen befassen sich hauptsächlich mit der
Verhinderung und/oder Behandlung der Entzündung in den Atemwegen.
Daneben ist die Behandlung mit Alpha-1-Proteaseninhibitor- wie andernorts
beschrieben - weiterhin hochaktuell.
Ein "altes/neues" Therapiekonzept ist mit dem Medikament
Spiriva® (ein Anticholinergikum)
wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt.
Diese Seite stellt einen ersten
Entwurf dar, wir werden versuchen, alle verfügbaren Informationen
und Konzepte zu diesem Thema zu sammeln und diese Seite dann entsprechend
zu aktualisieren. In Form kurzer Meldungen finden Sie zum Thema
"Neues" auch Infos unter Aktuelle
Informationen.
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| Man
hat in den letzten Jahren eine ganze Reihe von entzündungsfördernden
Substanzen in unserem Körper entdeckt (sog. Entzündungs-mediatoren):
unter anderem Prostaglandine und Phosphodiesterasen. Hier
versucht man anzusetzen und Medikamente zu finden, die
diesen Entzündungsprozess abschwächen können.
Letztlich läuft dies auf den Versuch hinaus, Medikamente
mit Cortisonwirkung zu finden, in der Hoffnung, dass letztendlich
weniger Nebenwirkungen resultieren. |
Hier
liegt aber gewisses Problem. Neu entwickelte Medikamente
benötigen immer einen gewissen Zeitraum, bis man
ihre Wirkungen und Nebenwirkungen einigermaßen zuverlässig
beurteilen kann, d.h. Jahre! Beim Cortison kennt man wenigstens
zuverlässig die zu erwartenden Nebenwirkungen und
kann von vorneherein etwas dagegen tun.
Trotzdem liegt in diesem Bereich eine große Hoffnung
der Pneumologie und ihrer Patienten. |
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| Leider
haben wir an einem anderen Punkt gesehen, dass auch das
"Wundermittel" Cortison speziell beim Lungenemphysem
nur sehr begrenzte Wirkungen zeigt. Es ist also zu befürchten,
dass es sich bei den zu erwartenden Neuentwicklungen ähnlich
verhalten wird: Gute bis sehr gute Wirkungen beim Asthma,
bescheidene bis unbefriedigende Eigenschaften für
Emphysemkranke :-( |
Vertreter
dieser Art von Medikamenten sind das hervorragende Asthmamedikament
Singulair®, in diese Reihe wird auch das ins Gespräch
gekommene Roflumilast® einzuordnen sein. Wir werden
Sie in Zukunft informieren.... |
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Andere Hoffnungen und
Möglichkeiten liegen im Bereich der nichtmedikamentösen
Therapie und der Vorbeugung. Hier liegen speziell
beim Emphysem vielleicht die größeren Möglichkeiten.
Auch die Behandlung mit Prolastin® fällt
ja in diese Rubrik, denn es handelt sich hier ja um
eine vorbeugende Maßnahme.
Sicher wird es auch Weiterentwicklungen auf dem Gebiet
der Physiotherapie geben, spezielle Trainings- und
Gymnastiktechniken z.B....
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Die
außerordentliche Bedeutung des körperlichen
Trainings wird ja in letzter Zeit immer deutlicher sichtbar.
Das alles fällt in den Bereich der Rehabilitationsmaßnahmen
und der Prävention. Spezialisten in diesem Metier
sind die Rehakliniken und es kann jedem Kranken nur empfohlen
werden, diese Möglichkeiten in Anspruch zu nehmen
und nicht immer nur auf das "Wundermedikament"
zu warten. Die Krankenkassen und Rentenversicherungen
sind in diesem Bereich bei begründetem Antrag relativ
großzügig, weil sie dies ebenfalls erkannt
haben. |
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| In
den schwersten und weit fortgeschrittenen Fällen
werden auch weiterhin operative, also chirurgische Maßnahmen
ihre Berechtigung haben. Bestimmte Operationstechniken,
vor- und nachbereitende Maßnahmen ermöglichen
schonende Verbesserung der restlich verbliebenen Fähigkeiten
des Atmungsapparates. Hierher gehört auch die Lungentransplantation,
die natürlich die letzte und eingreifendste Therapie
des Lungenemphysems darstellt: Erst wenn alle anderen
Möglichkeiten erschöpft sind, kommt es zu dieser
eingreifenden Behandlung, die dann allerdings immer wieder
großartige Erfolge nach sich zieht. |
Es lohnt sich also für
jeden Kranken und seine Angehörigen, immer wieder
Ausschau zu halten nach neuen Entwicklungen, interessiert
zu sein und offen auch für unkonventionelle Dinge.
Ihre behandelnden Ärzte und auch wir versuchen
Ihnen dabei behilflich zu sein. Das Internet kann
gerade in diesem Bereich dazu führen, dass alle
Beteiligten in Zukunft besser informiert sind. Natürlich
ist aber auch Vorsicht geboten: Scharlatanerie ist
leider auch im Gesundheitsbereich bekanntlich weit
verbreitet - und mit der Sorge um Gesundheit und Lebensqualität
läßt sich leicht ein Vermögen verdienen.
Deswegen sollten Sie nie etwas ungeprüft unternehmen:
Fragen Sie ihren Hausarzt, rufen Sie uns an, wenden
Sie sich an die Deutsche Emphysemgruppe, die Atemwegsliga
oder andere renommierte Vereinigungen.
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