Hier finden Sie Erkläreungen zu Fachwörtern, die Sie schon immmer wissen wollten ;-)
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 04.06.2009
O
Obstruktion
nennt man eine Verengung der Atemwege, z.B. durch Verkrampfung der feinen Bronchialmuskeln
(die normalerweise die Aufgabe haben, die Weite der Bronchialäste je nach
Sauerstoffbedarf - Belastungen! - zu regulieren). Stellen Sie sich einen Gartenschlauch
vor, den Sie in die Hand nehmen und dann fest zudrücken: das ist eine Obstruktion.
Die Krankheiten, bei denen das passiert, nennt man dann "obstruktiv" (z.B.
obstruktive Bronchitis). Die Obstruktion kann aber auch aus anderen Gründen
eintreten: z.B. durch Druck von außen bei Überblähung der Lungen
mit Druckzunahme (beim Emphysem häufig der Fall). Ein lokaler Druck von
außen beispielsweise durch einen Tumor führt dagegen nur dann zu Atembeschwerden,
wenn ein großer Atemwegsast abgeschnürt und verschlossen wird. Das
ist einer der Gründe, warum man einen vor sich hinwachsenden Lungenkrebs
meist erst bemerkt, wenn er schon sehr groß - und damit nicht mehr operabel
ist.
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Ödem
Wasseransammlungen im Gewebe (häufig in den Beinen, manchmal aber auch an ganz anderen Stellen des Körpers) nannt man Ödeme. Sie können ganz verschiedene Ursachen haben, am häufigsten sind Venenprobleme, Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz) und auch Behandlung mit Cortisontabletten.
Unterscheiden davon muss man Lymphödeme.
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Osmose
Konzentrationsausgleich zwischen zwei unterschiedlich konzentrierten Lösungen
durch Diffusion.
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Osteoporose
Eine verstärkte Entkalkung der Knochen, häufig ausgelöst durch
Hormonmangel (z.B. Wechseljahre, längerdauernde Cortisontherapie). Wichtige
Vorbeugungsmöglichkeiten sind eine abwechslungsreiche Ernährung (mit
viel Calcium) und viel Bewegung. Wenn eine Osteoporose eingetreten ist, muss
sie fachärztlich behandelt und überwacht werden.
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P
Parameter
sind in der Medizin Werte. die mit technischen Untersuchungen gewonnen werden:
Lungenfunktionsparameter, Laborparameter ...
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Parasympathikus-Nerv
Einer der beiden Anteile des vegetativen Nervensystems: Der Parasympathikus
bremst Herz und Kreislauf, bringt die Muskulatur zur Entspannung und - und
das ist medizinisch nicht erwünscht! - verengt die Atemwege. Er wird nach
seinem Hauptnervenstrang auch Vagus-Nerv genannt.
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Perkussion
Der Arzt beklopft mit einem Finger einen Finger seiner anderen Hand, der auf
den Körper des Patienten aufgelegt ist: Durch Unterschiede im Gewebsaufbau
und Hohlräume (z.B. die luftgefüllte Lunge) verändert sich das
Klopfgeräusch. Mit entsprechender Erfahrung kann man daraus wertvolle
Schlüsse ziehen.
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Plasma
Wenn man aus dem (Spender-)Blut alle festen Bestandteile entfernt, nennt man
die verbleibende eiweiss- und mineralsalzhaltige Flüssigkeit Plasma.
Dieses kann man für die verschiedensten Zwecke weiterverarbeiten, z.B.
wird hieraus Alpha-1-Proteinaseninhibitor gewonnen und kommt als Prolastin® in
den Handel.
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Pneu(mothorax)
Normalerweise wird die Lunge durch das Vakuum im hauchfeinen spalt zwischen
Rippenfell und Lungenfell (also den zwei Pleurablättern) im entfalteten
Zustand gehalten. Kommt nun Luft in diesen Zwischenraum, gleicht sich der Druck
dem Außendruck an: Die Folge ist, dass die betreffende Lunge zusammenfällt:
ein Pneumothorax, salopp "Pneu" genannt. Die Behandlung besteht in
einer Saugdrainage, um den Unterdruck wieder herzustellen. Wenn dies für
ein paar Tage gelingt, ist der Gewebsdefekt meist wieder verschlossen und man
kann den Schlauch entfernen. Wenn das häfiger passiert, muss man allerdings
meistens operieren.
Ursache hierfür sind häufig Bullae.
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Pneumologie, Pneumologe
Das medizininsche Fachgebiet der Lungen- und Bronchialheilkunde. Der Lungenarzt
ist ein Pneumologe.
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Prolastin®
Handelsname des bisher einzigen Alpha-1-Proteinasen-Inhibitor-Konzentrates,
das auf dem Markt erhältlich ist.
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Q
R
Rehabilitation
Medizinische Reha: Eine spezielle Behandlungsform (ambulant oder stationär),bei
der die Verbesserung des Krankheitsmanagements und damit der Langzeitverlauf
der chronischen Krankheit im Vordergrund steht (im Gegensatz zur Akutkrankenhausbehandlung)
Berufliche Reha: Verbesserung der beruflichen Situation eines chronisch Kranken
durch Umschulungsmaßnahmen und Ähnliches, falls aus medizinischen
Gründen die bisherige Tätigkeit nicht mehr ausgeführt werden
kann.
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Respiratorische Partialinsuffizienz
Sauerstoffmangel im Blut ohne den gefährlichen Anstieg des Kohlendioxids
der bis hin zur sog. CO 2-Narkose führen kann.
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Respiratorische Globalinsuffizienz
Sauerstoffmangel im Blut bei gleichzeitig zu hohem Kohlendioxidgehalt. Es handelt
sich um ein besonders schweres Krankheitsstadium, das dringend fachärztlicher
Kontrolle und Behandlung bedarf.
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Retard-Tabletten
Tabletten mit verzögert eintretender aber dafür langanhaltender Wirkung.
Sie sind nicht für irgendwelche Notfallbehandlungen geeignet, dafür
sinnvoll in der regelmäßigen Therapie einzusetzen.
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